Vom Bloggen und anderen Übeln. Eine Diskussion.

Dies soll kein Beitrag werden, der mich als Blog-Hasserin darstellt. Im Gegenteil. Ich versuche darüber zu schreiben, um mich darin zu verlieben.

Er bloggt. Sie bloggt. Wir bloggen. Sie bloggen. Alle bloggen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass man ohne Bloggen im Leben gar nicht weiterkommt? Übertrieben. Durch das soziale Netzwerk haben wir uns eine großartige neue Werbeplattform erschaffen. Ein Bild mit vielen Möglichkeiten, aber noch mehr Verantwortungen. Ich habe zu verantworten, dass dieses Blatt hier beschrieben wird. Wenn es das nicht der Fall ist. Stillstand.

Was nützen uns heute noch Plakate, Flyer, die nach dem ersten Betrachten von zu viel Text sowieso nur im Müll landen?

Die beste Werbung passiert doch normalerweise verbal. Er/ Sie empfiehlt mich weiter.

Doch das genügt nicht. Nicht in dieser Welt. In dieser Welt muss man sich anpassen. Wenn man mit dem Strom nicht mitschwimmt, reißt es Dich aus dem Kanal und spült Dich in ein Loch, wo Du so schnell nicht rauskommst. Stillstand. Wenn Du nichts bloggst, kannst Du die Domain auch genauso gut weiterverkaufen. Ein Blatt ohne Inhalt. Ohne Sinn.

Wenn der letzte Facebook-„Geschäfts“-Eintrag 2 Tage her ist, heißt es „Dein Publikum vermisst Dich,…“ . Wenn der letzte Familien-Besuch 2 Monate her ist, heißt es“ Wir vermissen Dich!“ Und das beruht eher auf Gegenseitigkeit.

Alles was ich sagen und mit diesem Beitrag mit mir selbst diskutieren will, ist, dass ich es traurig finde, wie sehr sich die Welt digitalisiert hat, und wir nur noch als Sklaven der Web-Wirtschaft handeln. Man hat das Gefühl, ohne Bloggen kommt man nicht voran. Man wird nur noch gehört, wenn man schreibt, postet, bloggt. Man wird nur noch an einer Fananzahl gemessen. Man steht morgens auf, und denkt schon an den nächsten Eintrag. Man postet, weil man es muss. Unter Druck sein. Das fühlt sich nicht richtig an.

Ich habe leider noch keine Lösung für das Problem gefunden. Ich sehe ein, dass ich wohl oder übel mich in diesem Strom befinde und versuche weiterhin mitzuschwimmen, auch mit schwerem Herzen. Ich habe schon immer gehasst, das zutun, weil es alle anderen auch tun. Aber in diesem Fall bleibt mir keine andere Wahl.

Ich blogge demnächst hier mehr. Aber ich versuche das, nicht, weil ich weiß, dass es alle anderen auch tun, sondern, weil ich es selbst will. Weil mich meine Arbeit zeigen will, die sonst auf den Festplatten verstaubt. Weil sie sonst in Vergessenheit gerät oder gar nach Jahren nicht mehr zufriedenstellend ist. Ich blogge, weil ich Lust dazu hab. Weil ich gerne mal was schreibe, meine Gedanken teilen möchte. Weil es Spaß macht. Weil ich Zeit habe. Wenn ich Zeit habe.

Ich versuche es.

 

Cupcake-1

Cupcake : Marshall’s Mum

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